Eine strategische Umsetzung der Digitalisierung zur Wahrung der Konkurrenzfähigkeit Europas als Schlüsselfaktor

Ein Blick auf die Liste der digitalen Vorreiter der Weltwirtschaft kann aus europäischer Sicht für Ernüchterung sorgen. Die Digitalisierung der europäischen Wirtschaft ist ausbaufähig und die internationale Konkurrenzfähigkeit somit in Gefahr. Andererseits ist Österreich mit seinen zahlreichen Hidden Champions ein wesentlicher und erfolgreicher Teil von globalen Wertschöpfungsketten sowie globaler Innovationstreiber.

Mit den Anforderungen an Digitalisierung steigen bekanntlich auch die Angriffe auf digitale Unternehmens-Assets und zielen auf das Intellectual Property von Marktführern und den Innovationsstandort Europa ab. Die Statistiken der jährlichen Risk-Reports sprechen hierbei eine deutliche Sprache und werden mittlerweile regelmäßig durch öffentlichkeitswirksame Beispiele auch in Österreich untermauert.
Wie die Entwicklung der eingesetzten Budgets und internen Kommunikationsmaßnahmen aufzeigt, ist diese Bedrohungslage den heimischen Unternehmen auch bewusst.  

  • 74% der befragten Unternehmen haben ihr Budget für Cyber Security im letzten Jahr erhöht 
  • 53% der befragten Unternehmen gaben an, dass die Unternehmensleitung in der Covid19-Pandemie die Thematik aktiv an die Belegschaft adressiert hat 
  • 36% der befragten Unternehmen stellten fest, dass MitarbeiterInnen während der Pandemie einen erhöhten Informationsbedarf zum Thema Cyber Sicherheit hatten

(Quelle: KPMG Studie Cyber Security 2021) 

Dennoch werden die aktuellen Bestrebungen der Unternehmen nicht ausreichen, um diesen Wendepunkt in der Konkurrenzfähigkeit Europas erfolgreich zu gestalten. Es bedarf vielmehr einer unternehmensübergreifenden Abstimmung und Unterstützung der österreichischen Unternehmen in der strategischen Ausrichtung der Digitalisierung bei zeitgleicher Absicherung der (kritischen) Infrastruktur, der Betriebsfähigkeit und des Intellectual Properties. Die Vorgehensweise ist für KMUs und Großkonzerne dieselbe. Lediglich der Förderbedarf ist im Falle von KMUs aliquot höher anzusetzen.



Neben unterstützenden Maßnahmen durch staatliche Institutionen und einer Investitionsprämie zur Erhöhung des Reifegrads für Cyber Security-Maßnahmen in Unternehmen braucht es aber insbesondere für die österreichische Industrie eine zentrale Steuerungseinheit, um präventive Aktivitäten und „best practices“ unternehmensübergreifend zu koordinieren, ebenso aber auch um nach erfolgten Attacken zu unterstützen. Hierbei geht es nicht nur um technische Maßnahmen, sondern ebenso um Marktkommunikation/Investor Relations, rechtliche und Compliance-Implikationen sowie Absicherung des laufenden Betriebs bzw. der Wertschöpfungs- und Logistikketten (kritische Infrastruktur/„IT/OT“). Durch eine solche zentrale, unternehmensübergreifende Funktion könnten die jeweils benötigten Experten aus den beteiligten Mitgliedsunternehmen unternehmensübergreifend und zielgenau eingebunden werden. Ein weiterer Vorteil liegt im aktiven Knowhow-Austausch zwischen Unternehmen mit vergleichbaren Risikoprofilen sowie in kurzfristigen Informationskampagnen, welche möglichst kurze (Re)Aktionszeiten ermöglichen.


gruppe1031-ExpertInnen:

Marion Mehofer, 42virtual Business Services GmbH
Oliver Pillwein, Experis/ManpowerGroup
Daniel Theuermann, alite GmbH
Philipp Töbich, SAP Österreich GmbH
Georg Zeitler, pc-web: web und it-lösungen GmbH

 

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Referentin: Elisabeth Kuntner, Leiterin der Werkstätte der Jugend am Werk GmbH